Feierabend – Rechner an?

Der Phoenix Interstellar e.V. möchten einen vernünftigen Umgang mit PC, Konsole, Smartphone und dem Internet erreichen. Unter einem vernünftigen Umgang verstehen wir eine feste Verwurzelung im Real Life (dem “realen Leben”), sowie eine Perspektive für dasselbige. Nur wenn man Ideen und Träume bzw. Ziele für sein Leben hat, kann man sein Verhalten und den Umgang reflektieren und sich ändern.

Computerspieler
Computerspieler mit Kopfhörern

Welche Indikatoren gibt es für eine Computerspiel-Sucht? Wann hört das Hobby auf, wann fängt der Zwang an? Wie jede andere Sucht ist die Medien-Sucht kein Schwarz-Weiß, von heute auf morgen, sondern ein schleichender Prozess über mehrere Monate oder gar Jahre. Meist sind es private Umstände, das Umfeld, die persönliche Lage die den Gamer zu einem intensiveren Spielverhalten bewegen, als es für ihn gut ist. Oftmals geht eine private Veränderung voraus: Freunde ziehen weg, die Leistung in der Schule passt nicht oder man wird arbeitslos. Als persönliches Erfolgserlebnis (Anerkennung) oder zur Zerstreuung (Ablenkung) kann dann das “gewöhnliche Spielen” über die Stränge schlagen und es werden aus wenigen Stunden, viele Stunden pro Tag. Im Extremfall besteht der Tagesablauf neben der Nahrungsaufnahme und den hygienischen Grundmaßnahmen nur aus virtueller Zerstreuung, dem Abtauchen in eine andere Dimension.

Wie lange man am Tag “Zocken” sollte beurteilen Experten unterschiedlich. Wir sind der Auffassung, dass neben der Dauer insbesondere die Reflektion eine entscheidende Rolle spielt. Wer völlig automatisch seine Freizeit mit dem Starten des Rechners beginnt, sollte sich fragen, ob das reale Leben nicht viel mehr zu bieten hat. Legendäre Herausforderungen deren erfolgreiches Meistern zu Anerkennung führen und die noch dazu nicht zerstreuen, sondern die Elite-Probleme des Alltages meistern.

Du hast nur ein Leben und
 du kannst die Mission nicht wiederholen.

Wir möchten Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen dazu anregen ihr Spielverhalten selbst zu reflektieren und zu hinterfragen. Im persönlichen Dialog, der auf die persönliche Situation eingeht motivieren wir, in Kooperation mit professionellen Stellen, Hilfesuchende die Quest “Real Life” an zu nehmen.